Das Projekt FerroViaMala

Eine Modelleisenbahn sollte dem Menschen, der sie plant, baut und betreibt vor allem eins nicht einbringen: Ärger oder Frust.

Das auszuschließen ist aber nicht immer einfach:
Da nerven irgendwann gestörte Technik, entgleisende Züge oder öde Streckenführungen.
Folge: totale Streckenstillegung!
Dies Risiko läßt sich zwar leider nicht völlig ausschließen, aber es wird weniger wahrscheinlich, wenn Sie vor dem Baubeginn ein bißchen in sich gehen:

Was will ich?
Bin ich mehr Modellbauer, für den die Züge zwar nett, aber Beiwerk einer liebevollen Miniaturwelt sind? Oder habe ich mehr Spaß am Zugverkehr, der auch mal in einer, erst in meiner Phantasie entstehenden, Traumwelt Städte und Länder verbindet?
Begeistere ich mich für die “gute alte” Zeit mit fauchenden Feuerrössern?
Oder bricht meine Bahn den neuen Hochgeschwindigkeitsrekord für Modellzüge? Oder beides?
Sollen da andere (vielleicht ganz kleine) EisenbahnerInnen auch ihren Spaß mit haben?
Oder ist es nur für mich………

Nach langen Nächten mit viel Cafè, nach vielen Diskussionen mit meinen Beratern und der Lektüre der diversen Gutachten stand mein Projekt fest.

1. abwechlungsreicher, vorbildnaher Bahnbetrieb hat Priorität!
Die Gleisanlagen müssen diesem Ziel genügen. Es müssen möglichst vielfältige Zuggarnituren mit einer großen Bandbreite an Loks und Wagen fahren können. Eine zeitgemäße Steuerungstechnik ist daher unabdingbar.

2. eine maßstabsgerechte Umsetzung vorhandener Bahnhöfe ist nicht möglich!
Die daraus entstehenden Kompromisse dürfen die Naturgesetze nicht völlig mißachten. Die Gleisgeometrie muß plausibel wirken und auf alle Fälle betriebssicher sein.

3. es soll eine Zeit dargestellt werden, die ich selbst (noch) erlebt habe!
Die Nachbildung vergangener Epochen, herausgelesen aus Büchern oder Filmen nachempfunden, scheidet für mich aus.

Heraus kam schließlich: ein Durchgangs-Grenzbahnhof an der (imaginären) Splügenbahn, auf der ein extrem starker Zugverkehr stattfindet und wo Anschluß an eine Schmalspurbahn besteht.

Und da diese Bahn durch die Viamala-Schlucht führen soll, gibt es auch gleich den passenden Namen: FerroViaMala.