Gotthardbahn

Die Bahnlinie, die der Ausführung des Splügenbahn-Projektes das Genick gebrochen hat, ist die Gotthard-Bahn. Zwischen 1872 und 1882 auf dem direkten Weg von (Basel/Zürich-)Immensee – Arth Goldau – Reusstal – Gotthardtunnel – Tessintal – Bellinzona – Lugano – Chiasso gebaut und von der Schweiz, Italien und dem damaligen deutschen Reich finanziert, ist sie DIE Alpenbahn schlechthin.

Ja noch mehr: Sie ist für die meisten Schweizerinnen und Schweizer ein Mythos! Sie steht für die Verbindungen zum “Rest der Welt” und für die Macht darüber. Sie ist ein Symbol für das Zusammenwachsen Europas: Mit zahllosen Güterzügen zwischen Italien und dem nördlichen Europa genauso wie mit klangvollen internationalen Expresszügen vom Rom nach Stockholm und zurück. Und selbst wenn letztere inzwischen ein Fall für die Historiker sind: Mit dem Zug einmal durch Europa geht noch immer und der Weg durch den Gotthard ist inzwischen schneller denn je: Seit 2017 ist der längste Eisenbahntunnel der Welt – der Gotthard-Basistunnel in Betrieb.

Die Geschichte der Gotthardbahn fühlt unzählige Bücher, Hefte, Filme und Internet-Beiträge und -Seiten. Wer sich dafür interessiert wird sehr schnell und ergiebig fündig.

Wenn Sie Lust haben begleiten Sie uns bei einigen Impressionen aus dem Jahr 2007. Da feierte die Gotthardbahn ihr 125-jähriges Jubiläum

 

460 104-3 mit einem EC Cisalpino in Arth-Goldau

Überblick über das Festgelände in Erstfeld

Einer der Stargäste: Der “Churchill-Pfeil”

Volldampf voraus: Die C 5/6 2978 “Elephant” geht die Bergfahrt schwungvoll an. Es handelt sich um die größte schweizerische Dampflok, die 320 Tonnen schwere Züge mit 26 km/h über den Gotthard ziehen konnte.

Für heutige Augen und Nasen unzumutbar: Die komplette Verräucherung eines ganzen Tales

Nie (außer zum Jubiläum) auf der Gotthardbahn unterwegs: Die erste Dampflok der Schweiz

Ebenfalls ein Mythos: Eine Ce 6/8 III – ein sogenanntes “Krokodil”

Verschiedene Loktypen aus verschiedenen Zeitepochen stehen einträchtig vor dem Depot Erstfeld

Und noch ein Mythos: Ein RAe TEE-Triebzug. Diese Züge konnten bereits ab 1961 vollelektrisch in allen europäischen Bahnnetzen als Trans-Europ-Express unterwegs sein. Er befuhr den Gotthard als TEE 58/59 “Gottardo”.